HFC-Express kommt schwer in Gang und holt dennoch den Klinker-Cup

Das Ende der 34. Auflage des Klinker-Cups war dann doch überraschend, der Heidmühler FC sicherte sich einem packenden Finale zum 9. Mal den Titel. Damit treten die Friesländer aus dem Norden die die Nachfolge vom TuS Obenstrohe aus dem Süden des Landkreises an. Der Titelverteidiger schied bereits in der Vorrunde überraschend aus. Doch von vorne.

 

Um 10 Uhr starteten 10 Mannschaften in zwei Fünfergruppen in der Vorrunde zur Ermittlung der vier Halbfinalisten. Mit der Partie des Titelverteidigers aus Obenstrohe gegen RW Sande begann der rasante Budenzauber unter der hervorragenden Leitung von Philip Eiben, André Gantschnig und Marcel Hausherr, die auch die neuere schärfere Regelauslegung bereits vollumfänglich verinnerlicht haben und umsetzten. Das 2. Spiel sollte deutlich machen, dass sich der Gastgeber nach 13 Jahren ohne Sieg beim eigenen Turnier aufmachen wollte, diese Serie zu knacken. Und die einheimischen Zuschauer hatten mächtig Spaß am Auftritt ihrer Mannschaft, die feinsten Hallenfußball zelebrierten und die Zuschauer begeisterte. 6:0 endete der Auftakt der Hausherren und bereits der zweite Auftritt sollte deutlich machen, dass das Team von Trainer Thomas Hasler heute das Zeug zum Champion hatte. Am Ende setzte sich das Team um den starken Santy Bruns als Gruppensieger souverän vor RW Sande durch und zog auf Grund der famosen Auftritte in der Vorrunde als leichter Favorit ins Semifinale ein. Der Titelverteidiger aus Obenstrohe schied überraschend in der Vorrunde aus und so war klar, dass es einen neuen Hallenmeister und Klinker-Cup-Sieger geben würde.

 

Spannender ging es in der Gruppe B zu, hier tat sich der spätere Turniergewinner vom Heidmühler FC zunächst äußerst schwer und verlor gar gegen die ganz starke Mannschaft vom TuS Büppel mit 2:1. Die Büppeler dagegen spielte stark auf und setzten sich auch gegen den Vorjahresfinalisten vom BV Bockhorn durch. Am Ende landeten die Bockhorner auf Platz 4 in der Vorrundengruppe und konnten den starken Auftritt im Vorjahr nicht  bestätigen. Einen starken Eindruck machte auch das Team vom TuS Obenstrohe II, das dem Heidmühler FC beinahe das Halbfinale vernagelte. Mit 2:0 gewann die Bezirksligareserve aus Obenstrohe und kann sich am Ende ebenso wie der TuS Büppel mit dem Titel „Klinker-Cupsieger-Besieger“ schmücken, die Niederlage im letzten Spiel gegen den TuS Büppel kostete dem TuS dann aber die Halbfinalteilnahme. So zog der spätere Sieger mit zwei Niederlagen aus der Vorrunde am Ende glücklich in die Vorschlussrunde ein. Auch der FCN Hooksiel konnte nicht mehr in die Phalanx der besten Mannschaften in eindringen, obwohl das Team lediglich zwei von fünf Spielen verlor. Dabei konnte man sich dabei allerdings den Titel der Remiskönige sichern, dreimal gab es in den Spielen der Grün-gelben keinen Sieger.

 

Vor den Halbfinals dann wurde es mächtig laut in der Großraumsporthalle der Gemeinde Zetel. Die jüngsten Fußballer der Friesischen Wehde hatten ihren alljährlichen Auftritt und verzauberten mit ihrem herzerfrischenden Spiel die gut gefüllte Sporthalle. Von Rolf Oppenländer kommentiert, boten die G-Jugendlichen vom FC FW Zetel (Jahrgang 2015/16) und dem BV Bockhorn (Jahrgang 2014) herrlichen Ballsport und zeigten, mit wie viel Enthusiasmus und Leidenschaft sie dem „runden Leder“ hinterher jagten. Wieder war dieses Einlagespiel Balsam für die Fußball-Seele, zwei unterschiedliche Halbfinals warteten danach auf die Zuschauer in der Halle.

 

Im 1. Halbfinale trafen der FC FW Zetel und der Heidmühler FC aufeinander, die Zuschauer hofften auf einen Heimsieg. Diese Hoffnung wurde allerdings früh zerstört, der HFC agierte abgeklärt und eiskalt. Früh zogen die Gäste vom Klosterpark dem Gastgeber jegliche Angriffszähne. Der Gastgeber ließ im Halbfinale alle Tugenden aus der Vorrunde vermissen. Trainer Thomas Hasler hatte eine Erklärung dafür. „Plötzlich haben wir angefangen zu denken, haben nicht mehr mit Herz gespielt, das hat der HFC erkannt und ausgenutzt. Da waren die Beine wie gelähmt.“ Niklas Fasshauer vom HFC fand folgende Worte für den klaren Sieg. „Eigentlich waren wir in der Vorrunde schon raus, aber Zetel hat sehr strukturiert agiert, darauf konnten wir uns einstellen. Das lag uns und wir konnten einen Plan entwickeln und umsetzen.“ Am Ende gewann der HFC überlegen mit 6:1 und zog ins Finale ein, für die Gastgeber blieb nur das Spiel um Platz 3.

Das 2. Halbfinale war ganz anders gestrickt, RW Sande und der TuS Büppel lieferten sich eine emotionale und spannende Partie, die am Ende keinen Sieger fand. Mit 2:2 endete die spannende Begegnung und musste im Neun-Meter-Schießen entschieden werden. Negativer Höhepunkt war hier die Rudelbildung unmittelbar vor dem Schluss. Hier sah Sandes Anton Winter –sehr zum Unmut seiner Trainers Lars Poedtke- die rote Karte und wird der Mannschaft sicher im 1. Punktspiel nach der Winterpause fehlen. Beim munteren Treiben vom Strich setzte sich dann aber RW Sande durch und zog ins Endspiel ein. Damit war auch klar, dass der TuS aus Büppel Gegner des FC FW Zetel im Spiel um Platz 3 sein wird.

 

Das Spiel um Platz 3 dann gewann der FC FW Zetel im 9-Meter-Schießen gegen den TuS Büppel, nachdem es nach regulärer Spielzeit 1:1 stand.

 

Im Finale dann ging es spannend bis zum Schluss zu. Die Heidmühler Führung ähnelte einem Blitzstart und brachte gleich Ruhe in die Aktionen des Bezirksligisten. Sande versuchte mit Kampf, Spielwitz und Leidenschaft dagegen zu halten, doch Marco Maaß, im Verlaufe des Turniers zweifacher Torschütze als Torhüter, zeigte eine bärenstarke Leistung im Endspiel und hielt den Heidmühler Vorsprung fest. Nach dem 2:0 für den HFC versuchte Sande es dennoch und Gerrit Schökel konnte für den Kreisligisten verkürzen. Zu mehr reichte es am Ende nicht aus und so sicherte sich der HFC zum neunten Mal den Titel und darf sich ein Jahr lang Frieslands beste Hallenmannschaft nennen. Einen Titel konnte sich RW Sande aber dennoch sichern, Christian Gerdes wurde mit sieben Toren Torschützenkönig.

 

Insgesamt hat der Klinker-Cup in 34 Jahren nichts an Attraktivität verloren und kann auch als Hallenmeisterschaft des ehemaligen NFV-Kreises Friesland der Kreisfusion trotzen. Die Veranstaltung an sich war wieder hervorragend organisiert und ich freue mich, auch für das nächste Jahr schon wieder als „Kanzeler“ gebucht worden zu sein. Dann wird es die 35. Auflage der immer jungen Veranstaltung geben und ich werde mit Freuden in die Friesische Wehde reisen. Zuhause bei Freunden.

 

Allen Mannschaften, Spielern, Verantwortlichen und Medienvertretern wünsche ich eine tolle Rückrunde, vor allem aber bleibt alle gesund!

 

Bis dahin

Mein Name ist und bleibt Rolf Oppenländer

Machen Sie’s gut, ich mach’s auch

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